Vermessung der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Anzenberg

Im Rahmen einer Generalsanierung der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung wurde das Vermessungsteam der COPLAN AG mit einem technischen Scan der Kirche beauftragt.

Kirche Anzenberg 3D-Modell aus Punktwolke

Die Kirchenverwaltung St. Stephanus in Massing plante schon seit Längerem eine Generalsanierung der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Anzenberg. Diese wurde nun in die Wege geleitet. Bereits seit dem 14. Jahrhundert ist Anzenberg Wallfahrtsort. Aufgrund des viersäuligen Hochaltars und der Deckenfresken aus der Mitte des 18. Jahrhunderts genießt das Gebäude bei Kirchen- und Denkmalamt ein hohes Ansehen.

2018 lösten sich Stuckteile von der Decke

Der bauliche Zustand ist aber bedenklich, sodass die Nutzung trotz einer eingebauten Notsicherung im Dachstuhl nur noch eingeschränkt möglich ist. Nachdem sich 2018 Stuckteile von der Decke gelöst hatten und in Folge dessen der Einbau erster Sicherheitsmaßnahmen notwendig wurde, rückte das Thema Generalsanierung wieder in den Fokus. Im Rahmen erster Gespräche wurde für diese Maßnahme die COPLAN AG empfohlen.

Für die Vergabe des Architektenauftrags war jedoch vorab die Erteilung der stiftungsaufsichtlichen Genehmigung notwendig. Dafür fand ein Treffen der zuständigen Diözesanarchitektin vom Baureferat der Diözese Regensburg mit dem Leiter der Abteilung Architektur statt, in welchem die COPLAN AG mit ihrem Know-How überzeugen konnte.

Die Gesamtmaßnahme besteht aus drei Bauabschnitten

Die baulichen Gesamtmaßnahmen sind in drei Bauabschnitte unterteilt:
Voruntersuchungen (BA I), Außenrenovierung (BA II) und Innenrenovierung (BA III). Ziel der Voruntersuchungen ist, ein Renovierungskonzept für sämtliche Bereiche zu erstellen und den finanziellen Umfang der jeweils erforderlichen Maßnahmen zu ermitteln. In diesem Bauabschnitt ist unter anderem die Erstellung von Bestandsplänen enthalten. Dafür hat unser Vermessungsteam die Wallfahrtskirche über drei Tage gescannt und insgesamt 20 Außen- und 60 Innenscans erstellt. Auf diese Weise wurde eine nahezu vollständige Aufnahme der Kirche angefertigt.

Die einzelnen Scans sind mit den Aufnahmen einer Spiegelreflexkamera verbunden, sodass die Messpunkte eine Farbe erhalten. Wechselnde Lichtverhältnisse werden hierbei nicht ausgeglichen, sodass sich zum Beispiel die Dacheindeckung in verschiedenen Rottönen darstellt, was für die Planungsleistungen aber keine Rolle spielt.

Die Berechnung des fertigen 3-D-Modells dauerte einen halben Tag

Kirche Anzenberg Hochaltar Realbild
Foto Hochaltar der Kirche Anzenberg

Aus den Millionen dadurch gewonnenen Vermessungsdaten entsteht eine gewaltige Punktwolke, die via CAD-Programm zusammengeführt, georeferenziert und nachbearbeitet wurde und unseren Architekten und Bauingenieuren als Bestandsdokumentation dient. Trotz modernster Hardware dauert die Berechnung des fertigen 3D-Modells circa 12 Stunden.

Kirche Anzenberg 3D-Punktwolke
Kirche Anzenberg 3D-Punktwolke Innenansicht (Schnitt)

Das Ergebnis ist ein realistisches, digitales und dreidimensionales Modell, welches dem Betrachter eine Ansicht aus den unterschiedlichsten Positionen ermöglicht. Aus diesem Modell können Dimensionen und Maße abgegriffen werden und daraus werden die Bestandspläne gezeichnet.