Walter-Höllerer-Realschule, Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg
Bauherr:
Landratsamt Amberg-Sulzbach
Maßnahmen:
Generalsanierung
Gebäudeplanung LPH 1 – 8

Ziel der Generalsanierung der Walter-Höllerer-Realschule in Sulzbach-Rosenberg war es, den Altbau aus den 60er Jahren baulich und energetisch zu sanieren und neue Raum- und Funktionsbereiche in den Baukörper zu integrieren. Besonderes Augenmerk lag hier auf dem offenen Ganztagesbereich und der Schaffung von Möglichkeiten für moderne pädagogische Konzepte. Der Überdachung des Innenhofs und den damit gewonnenen Flächen kam hierbei besondere Bedeutung zu. Es kommt eine leichte Stahlkonstruktion zum Einsatz, über die partiell lichtdurchlässige Folienkissen gespannt sind. Diese Dachkonstruktion sorgt für ein offenes Raumgefühl und viel natürlichen Lichteinfall, ohne die zulässigen Belastungsgrenzen des bestehenden Tragwerks zu überschreiten. Ein in die Folienkissen integrierter, automatisierter Sonnenschutz reguliert abhängig von der Sonneneinstrahlung die optimale Beschattung. Die Grünzonen werten das Atrium atmosphärisch und klimatisch auf. Die kreisförmigen Sitzgelegenheiten wurden zum neuen Schul-Logo weiterentwickelt.

Treppenhalle und Gänge sind jetzt nicht nur reine Durchgangsbereiche, sondern können aktiv genutzt werden, ohne dabei die Anforderungen an Brandschutz und Fluchtwege zu vernachlässigen. Verglaste Öffnungen sorgen für mehr natürliches Licht und schaffen eine Sichtverbindung zu den Unterrichtsräumen. In der Treppenhalle befinden sich Aufenthalts- und Rückzugsbereiche in der jeweiligen Geschossfarbe, die in den Pausen und zum Lernen genutzt werden können.

Daneben finden moderne Fachräume mit zeitgemäßer Ausstattung und Medientechnik sowie ein neuer Lehrer- und Verwaltungsbereich Platz.

Alle Bereiche, auch die Sanitäranlagen inklusive Pflegebad, können über Aufzug und Rampen barrierefrei erreicht werden, was für die Funktion als Inklusionsschule essentiell ist.

Energetisch entspricht die Realschule einem KfW-Effizienzhaus 70. Das Energiekonzept des Gebäudes senkt den Energiehaushalt um ca. 75 Prozent im Gegensatz zum alten Schulgebäude. Das entspricht einer CO²-Einsparung von über 50 Tonnen im Jahr, was nicht zuletzt der Anbindung an ein nahegelegenes Pellet-Heizkraftwerk geschuldet ist. Das Gebäude verfügt außerdem über eine Photovoltaikanlage auf den Dach zur Eigenstromerzeugung.

Entstanden ist ein hochmodernes Schulgebäude, das pädagogisch, energetisch und konzeptionell den höchsten Ansprüchen genügt. Dabei lag der Fokus stark auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der verwendeten Baustoffe.