Langfristige Sicherung einer Großdeponie
Die Deponie „Eichholz“ im Rems-Murr-Kreis zählt mit über 20 Hektar zu den größten ehemaligen Hausmülldeponien der Region. Nach Abschluss der Ablagerungsphase und der anschließenden Setzungs- und Stabilisierungsphase stellt die Herstellung einer Oberflächenabdichtung den zentralen Schritt zur langfristigen Sicherung und Nachnutzung des Standortes dar.
Schutz von Grundwasser und Minimierung von Emissionen
Ziel der Oberflächenabdichtung ist es, das Eindringen von Niederschlagswasser in den Deponiekörper zu verhindern und damit die Bildung von Sickerwasser zu minimieren. Gleichzeitig wird das Austreten von Deponiegasen reduziert und so ein wesentlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.
Die Maßnahme bildet damit eine zentrale Grundlage für den dauerhaften Schutz von Boden und Grundwasser.
Planung komplexer Abdichtungssysteme über mehrere Leistungsphasen
Im Rahmen dieses Projekts war die AUC maßgeblich mit der Planung der Oberflächenabdichtung beauftragt. Der Schwerpunkt lag auf den Leistungsphasen 1 bis 4 (Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung) sowie den Leistungsphasen 6 und 7 (Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe). Darüber hinaus erfolgte eine Mitwirkung und fachliche Unterstützung im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE INGE WE).
Die Planung umfasste ein mehrschichtiges Abdichtungssystem einschließlich:
Entgasungssystem
Oberflächenentwässerung mit Regenrückhaltebecken
Rekultivierungsschicht
Dabei wurden die technischen Anforderungen, standortspezifischen Gegebenheiten sowie die Schnittstellen zu weiteren Fachplanungen und zur späteren Ausführung berücksichtigt.
Integration in eine nachhaltige Standortentwicklung
Neben der technischen Sicherung wird die Deponiefläche im Zuge der Maßnahme für eine zukünftige Nutzung vorbereitet. Aspekte wie Rekultivierung, ökologische Aufwertung und potenzielle Nutzung für erneuerbare Energien fließen bereits in die Planung ein und tragen zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Standortes bei.
Darüber hinaus wird am Standort ein Entsorgungszentrum, ein Grüngutplatz sowie ein Containerstellplatz umgesetzt.
Die Planung dieser Nachnutzungseinrichtungen sowie die Planung für die Sanierung des Sickerwassererfassungssystems in den nördlichen Ausleitbereichen erfolgt ebenfalls durch die ARGE INGE WE. Die maßgebliche Bearbeitung der Leistungsphasen 1 bis 4 erfolgt durch AUC.
Die Planung von Oberflächenabdichtungen verbindet technische Präzision mit langfristigem Umwelt- und Flächenschutz – eine Aufgabe, die unser Team auch bei großen und komplexen Deponiestandorten verantwortungsvoll umsetzt.
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